Manu nicki

Auch ich hatte Glück, die Alexander-Technik kennenlernen zu dürfen !
Spät, aber nie zu spät.

Sie hat nicht nur mein Leben verändert, sondern auch meine ganze berufliche Perspektive.

Schon mit Mitte 20 hatte ich den Eindruck, daß meine Körperhaltung „nicht schön“ anzusehen war. Das fiel mir besonders deshalb auf, weil ich den Rest äußert ansehnlich fand. Ich war mit 170cm groß gewachsen, schlank und durchtrainiert, mit langen blonden Locken, ebenmäßigen Zähnen und schönen Augen.

Alles prima. Nur dieser Rundrücken

  manu Greece

Auf Bildern stach er mir ganz offensichtlich ins Auge. Wie hier 1995 (ich war 32 Jahre alt) mit meinem Mann Kurt in Griechenland. Mir kam keine bessere Idee, als so oft möglich die Brust rauszustrecken, in der Hoffnung, der Rücken würde folgen. Tat er nicht.

An wen hätte ich mich damals mit dem Wunsch nach „attraktiv aufgerichtet sein“ wenden können ? Heute weiß ich, daß ich eine/n Alexander-Technik-LehrerIn hätte finden müssen. Doch das war in meiner „Welt des Managements“ nicht bekannt.

Meinem Lebenserwerb ging ich im Sitzen nach, wenn nicht schreibend am PC, so in Meetings oder auf Reisen. Ich wurde so steif in Schultern und Rücken, daß ich ohne wöchentliche Massage nicht funktionsfähig blieb und regelmäßig „meinen“ Orthopäden aufsuchen mußte, um Hexenschüsse zu lindern, Wirbel wieder einzurenken oder mir Akupunkturnadeln ins Ohr zu rammen.

Ich blieb immer sportlich und bewegte mich generell viel. Joggen, schwimmen, wandern, Yoga, Feldenkrais. Das Fahrrad blieb durchgehend mein Hauptfortbewegungsmittel in der Stadt.

Dennoch wurde ich mit den Jahren steifer und unbeweglicher, Probleme im linken Knie verhinderten weiteres Joggen durch den Wald. Die Unbeweglichkeit nahm ich hin. Auch Orthopäden legten mir nahe, daß ich in ein Alter käme, in welchem „eben nicht mehr alles möglich wäre“.

manu akko

Mit Ende 40 entdeckte ich das Akkordeon für mich. Doch die Spielfreude währte nicht lang. In der mir vertrauten, weil gewohnten Art und Weise übte ich „vorbildhaft“ ohne Rücksicht auf körperliche Zipperlein (denn von denen glaubte ich ja zu wissen, daß sie „normal“ sind).

Nach etwa 1,5 Jahren ausgiebigen Spielens verabschiedete sich meine linke Schulter dann endgültig von mir und versagte jeglichen Dienst. Auf dem Bild ist (u.a.) mein nach vorn gestreckter Hals gut zu erkennen – eine heute vielfach zu beobachtende, äußerst ungünstige „Haltung“. Der linke Schulterriemen fällt runter und nicht nur der. Auch der Rucksack oder das T-Shirt rutschten mir stets von der linken Schulter. Normal ?

Alle nach außen/oben gerichteten Armbewegungen waren äußerst schmerzhaft.

Sofort habe ich alle allgemein bekannten Expertendisziplinen aufgesucht, vom Orthopäden über Osteopathie bis hin zum Triggern. Nichts hat nachhaltig geholfen, war aber mit überaus schmerzhaften Erfahrungen verbunden!

Und dann die glückliche Fügung: meine Hausärztin ist begeisterte Tango-Tänzerin und hatte in einem workshop die Alexander-Technik kennengelernt. Sie empfahl mir, Unterricht zu nehmen.

Das war der Beginn meines neuen Lebens.

Nach einem Jahr des wöchentlichen Unterrichts bei dem Alexander-Technik-Lehrer Manfred Lange in Lütgendortmund war mir klar: von all dem will ich mehr ! Mehr Leichtigkeit, mehr Beweglichkeit - und meine schmerzenden „Baustellen“ lösten sich „von allein“ auf.
Ich war wieder FREI. Frei von dem wöchentlichen Massage“zwang“, frei von den fruchtlosen Besuchen beim Orthopäden, Osteopathen usw.

manu pippa

Im Januar 2014 begann ich meine 4 jährige Ausbildung zur
Lehrerin der F.M. Alexander-Technik nach den Leitlinien des ATVD bei Katrin Schmitt in Köln.

Skills – Schule für Alexander-Technik. www.at-skills.de

Alexander-Technik-Verband Deutschland (ATVD) e.V.,
http://www.alexander-technik.org

Diesen wunderbaren Beruf übe ich nun seit Ende 2017 aus.
Ich zähle mich zu den glücklichsten Menschen.

fuesse florida

 

Eine glückliche Begebenheit zum Vergleich meines körperlichen Zustandes VOR und NACH Beginn der Arbeit mit der Alexander-Technik stellen die Bilder meiner Füsse dar.

Dieser Ausschnitt eines klassischen Urlaubsbildes zeigt meine Füsse in Florida im Juli 2011 - VORHER.

Meine Schuhgrösse betrug damals 39 – und NEIN, meine Schuhe waren nie zu eng. Die verschrumpelten Zehen habe ich mir selbst „gemacht“

Mir wäre dieses Bild nie in Erinnerung geblieben, wenn nicht mein Mann es als Hintergrundbild auf den Heim-PC geladen hätte.

Im Januar 2012 begann ich Unterricht zu nehmen in der Alexander-Technik, also der Beginn einer intensiven Zeit der Arbeit mit den Prinzipien und mir selbst.

In 2013 hatte ich am besagten PC zu tun, setzte ihn in Gang, wartete, bis er hochfuhr und dann – was für seltsam verwrungene Füsse waren denn da zu sehen ?

Mittlerweile sahen meine Füsse ganz anders aus und der Anblick des früheren Zustands hat mich zutiefst berührt.

fuesse florida 2

Ich nutzte die glückliche Fügung, ein „vorher“-Bild zu besitzen und stellte eine Vergleichsszene am Strand von Vlieland nach, im September 2013 - NACHHER.

Meine Füsse hatten sich deutlich „entspannt“ und meine Schuhgrösse war auf 40/41 angestiegen – und JA, ich musste meine Schuhmodelle komplett austauschen, denn die alten waren mir zu eng geworden.

fuesse4

Im August 2017 zeigt das Foto meiner Füsse eine weitere Längung der Zehen, aber auch der Vorderfuss ist mittlerweile weich und gelöst. Schuhgrösse nun 42/43.

 

Ahhh … eine Wohltat.

 

Meine Füsse verdeutlichen meine fortschreitende „Ent-Wicklung“ im gesamten Organismus.

Denn: die Füsse spiegeln uns unseren Zustand „oben drüber“ wider !

Alles, was weiter oben aus dem Gleichgewicht geraten ist, wie Beine, Becken, Rücken, Schultern, Kopf, … müssen letztendlich AUCH die Füsse ausbaden, da sie den Kontakt zum Boden darstellen und uns tragen.

Lassen Sie uns beginnen!